Impressum
Satzung
EUROTÜRK
Der EUROTÜRK Vorstand
Satzung
EUROTÜRK INTERNATIONAL STUDENTCLUB
=> EIS

-SEITE2-

Weiterhin behauptete May in seinen Büchern, dass im Islam die Frau keine Seele besitze, sie nur existiere um den Mann zu dienen und auch nicht in die Hölle oder ins Paradies kommen würde. Dierl klärte auf, dass May sich irren und so etwas nicht im Koran stehen würde. Außerdem schrieb Karl May, dass im Christentum die Frauen mehr Rechte und Freiheiten hätten; Dierl bestreite dies. Ebenso sollte solch eine Diskussion nicht hier (bei der Konferenz) geführt werden und die heutigen Rechte und Freiheiten der in Deutschland lebenden Frauen nicht auf das damalige Verständnis des Christentums und der Kriche zurückzuführen ist.

Dierl berichtete über ein Buch mit dem Namen "Lichte Höhen", indem die beiden Propheten Jesus und Mohammed abgebildet waren. Auf der einen Seite wurde der Prophet Jesus sehr schön, gefügig und in mitten von Licht beschrieben, wobei auf der anderen Seite der Prophet Mohammed in einer dunklen Ecke mit langem Bartwuchs, einer Glatze (Haarausfall) und mit einem freien Oberkörper abgebildet ist, während er seinen Säbel umarmt. Darüber hinaus wählte man folgende Anmerkung: "Christus oder Mohammed". Die beiden Propheten wurden miteinander verglichen und man habe vor allem den Islam als eine gefühlslose und liebeleere Religion bezeichnet. Ferner wurde der Prophet Mohammed als "Draufgeher", rachsüchtig und "gefälschter Prophet" dargestellt.  xy

Die in den Büchern vorkommenden Romanenhelden sehen die Deutschen als hundertprozentig adlige Menschen, die andern Europäer als halb-adlig und die Muslimen als Verbrecher. Dierl berichtete, dass May in seinen Büchern erwähnt, dass die damaligen Europäer Christen waren und dass sie daher gut seien.

Außerdem würde May behaupten, dass die Christen im Orient nur dann erfolgreich wären, wenn sie damals mit den Römern zusammengearbeitet hätten. Ansonsten wären sie unnützlich und ängstlich. Zugleich meint Dierl, dass er sich auch erinnern kann, dass May dieselben Ausdrücke in seiner Schulzeit in Bayern auch in katholischen Schulen und Kirchen ansprach.

Zugleich ist Anton Dierl der Meinung, dass May nur so tut, als ob er ein strenggläubiger, katholischer Christ sei. Denn nach der Rückkehr von Istanbul ließ er sich von seiner Frau Emma scheiden und heiratete eine andere somit verrät er sich. Danach kam es zu Auseinandersetzungen mit den katholischen Druckereien und folglich zeigten die sich gegenseitig an. Es hat sich herausgestellt, dass man nach der katholischsündhaften Trennung von May mehrere Erforschungen gemacht hat. Des weiteren hat es sich zur Schau gestellt, dass May auch in seiner Jugend Menschen bestohlen, betrogen und Brände verursacht hat. Wegen seinen obengenannten Taten war er sieben Jahre im Gefängnis, davon verbrachte er vier Jahre in einer Besserungsanstalt.
Doch Dierl behauptet, dass May sich sogar in den Jahren während seiner Haftzeit gefreut hat, da er zumindest ein Dach über dem Kopf hatte und immerhin was zu essen bekommen hatte. Die Rumänen waren damals schon als Verbrecher und Betrüger bekannt, meinte Dierl.

Die 7 Jahre nutzte er sehr sinnvoll aus, indem er sich im Forschungsinstitut für das Orient in der Leipziger Bibliothek weiterbildete. Im 19. Jahrhundert schrieb er weiterhin katholische Romane, obwohl er antikatholische Angaben bereitete und die katholischen Buchverlage dagegen waren.

In den Jahren zwischen 1965-1967 hätte die Katholische Kirche die Ansicht verschiedener Religionen: wie z.B. Islam usw. verändert. Doch trotzdem befinden sich die Bücher in den Bibliotheken und werden heute noch verkauft. Infolgedessen werden die Vorurteile weiterhin existieren. Nur aus diesem Grund ist Karl May in meinen Augen keine angesehene Person.

Am Ende der Konferenz ging es um die Ausländerfeindlichkeit. Unter den Zuschauern gab es auch Einige, die der Meinung waren, dass Karl May nur einer von den Harmlosen sei , der dazu beigetragen hat.

Bildunterschrift: Der Dialogteil wurde von Anton Dierl und Dr. Okan Akin zusammengehalten.