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Nach der Volksschulzeit in Aachen, Annastraße, machte er eine Kaufmannslehre bei Mommertz und erreichte über den 2. Bildungsweg das Studium.

Er ging zur Kölnischen Rundschau, dann wurde er Redakteur am Auslandsdesk bei Reuters, ging zum Bonner General-Anzeiger als Politik-Redakteur, wurde Korrespondent der WAZ in der Türkei und in Griechenland. 1991 wurde er dpa-Korrespondent in der Türkei und seit 1999 ist er der Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle.

Ich fragte Herrn Baha Güngör: warum er das Buch geschrieben habe. Sein Antwort war, ich zitiere: „Die Frage, warum ich das Buch geschrieben habe, ist einfach zu beantworten: Weil bei allen Ängsten und Sorgen der Deutschen, für die ich Verständnis habe und sie teilweise sogar nicht rundweg unberechtigt finde, fehlt der Versuch der genaueren Analyse und Bemühungen um Ihre Aufarbeitung. Sie sind abbaubar oder relativierbar, wenn Kenntnisse über die Türkei und ihre Menschen vorhanden sind. Es ist allerdings leider einfacher für Politiker, mit der Angst populistische Erfolge zu erzielen, als zu ihrer Beseitigung beizutragen.
Alles und jedermann kann nicht verbessert werden. Es gibt viele Probleme, deren Lösung noch viele Jahre dauern wird. Dabei darf es nicht dazu kommen, dass die Kluften sich weiter öffnen. Das Buch ist ein Versuch, dem entgegen zu wirken.“ Zitat Ende.

Meine sehr verehrten Damen, meine Herren,

mit Baha Güngör, den wir jetzt gleich hören werden, haben wir einen tatsächlich Berufenen vor uns. Er kennt beide Seiten. Er hat in der Türkei gelebt und lebt in Deutschland. Wer, wenn nicht er, könnte die gegenseitigen Vorurteile, aber auch Ängste, auf den Punkt bringen? Baha Güngör hat sich nicht nur mit dem Thema beschäftigt, er hat es seit seiner Geburt als Türke am eigenen Leib erlebt. Heute hat er die deutsche Staatsangehörigkeit und erlebt das Thema noch immer täglich – das nicht immer spannungsfreie Verhältnis zwischen Deutschen und Türken.

Ich wünsche uns einen spannenden Abend.
Herr Baha Güngör, Sie haben das Wort.