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Ausländer Wahrheit
Quelle: http://www.zeit.de/2006/19/Auslnder_Wahrheit
Ausländer: Was man wissen sollte
"Es gibt viele Statistiken über Ausländer. Aber was geschieht wirklich auf
dem Arbeitsmarkt, in den Moscheen und in den Köpfen dieser Fremden in
unserer Mitte?"
Was man wissen sollte Es gibt viele Statistiken über Ausländer. Aber was geschieht wirklich auf dem Arbeitsmarkt,
in den Moscheen und in den Köpfen dieser Fremden in unserer Mitte?
Ausländer sind in Deutschland derzeit nicht sonderlich populär. Sechs von zehn Deutschen finden,
es lebten zu viele Fremde im Lande, drei von zehn wollen sie in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ausweisen,
etwa jeder Zweite fürchtet wachsende Konflikte.
Aber wer sind diese Objekte kollektiver Ablehnung?
Sicher, die Statistikämter erhoben brav ihre Daten: Arbeitslosigkeit, Ehestand, Bildungsabschluss,
Kriminalstatistik - all das lässt sich säuberlich getrennt für Inhaber deutscher und fremder Pässe nachlesen.
Was aber wirklich geschieht, auf dem Arbeits- und auf dem Wohnungsmarkt, in den Moscheen und in den Köpfen dieser
Fremden in unserer Mitte, das ist weitgehend unerforscht.
Auf dieser und der folgenden Seite der ZEIT sind Daten über Ausländer und Deutsche fremder Herkunft oder Abstammung zusammengefasst. Nicht jede Zahl ist exakt, gelegentlich fließen Schätzungen oder Hochrechnungen auf unsicherer Datenbasis ein. Zusammen aber repräsentieren sie den Stand des verfügbaren Wissens. Wer über Ausländer mitreden will, sollte es zur Kenntnis nehmen.
Welches Bild ergibt sich daraus?
Einerseits ist es gerade für viele Türken und ihre Nachkommen das
Bild einer typischen Unterschichtsgruppe mit den typischen Problemen.
Niedrige oder vollständig fehlende Schulabschlüsse, niedrige Einkommen,
niedriger Sozialstatus mit einer entsprechend schlechten Ausgangslage
für die Kinder. In Berlin-Neukölln beispielsweise, wo selbst unter
den Kindern deutschsprachiger Eltern fast jedes fünfte beim Schuleintritt
nicht richtig Deutsch spricht, gilt dasselbe für mehr als zwei Drittel
der Ausländerkinder. Kein Wunder, dass die Arbeitslosigkeit unter
den Berliner Türken bei 40 Prozent liegt. 
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