Familenbüro der Caritas-Kita. Porz startet erstes "Abla"-Pilot Projekt für türkische Migranten in Köln
Das Familienbüro der Caritas-Kindertagesstätte "Bieselwaldkinder" in Köln-Porz initiiert in
enger Zusammenarbeit mit MdL Jürgen Hollstein und dem Eurotürk e.V., der ein Abla
Projekt in Aachen bereits etabliert hat, erstmalig in Köln diese besondere Projektform zur
Integration und Sprachförderung von Migrantenkindern und deren Familien.
Zwei mit beiden Kulturkreisen und sprachen vertraute "Ablas" (türkisches Wort für "große
Schwester",) stehen dem Familienbüro hierfür zur Verfügung. Die beiden speziell
ausgesuchten Förderjobberinnen werden nicht nur türkische Kinder und Familien der
integrativen Caritas-Kita, betreuen, sie stehen auch Kindertagesstätten, Schulen und sozialen
Einrichtungen im Sozialraum auf Anfrage zur Verfugung.
- Neben Dolmetschen,
Übersetzung von Schriftstücken (z.B. Elternbriefe) muttersprachlicher Sprachbeobachtung bei
Kindern, Begleitung von Elterngesprächen, Hilfestellung bei Problemen im Umgang mit
Behörden und Teamberatung bei interkulturellen Problemstellungen ist auch eine Lernhilfe
für türkische Grundschulkinder (Jeden Dienstag, 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr in der Kita.,
kostenfrei,) sowie ein türkischer Frauentreff ( Jeden Dienstag, 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr in der
Kita., kostenfrei) im Programm.
Neben Hollstein, der das Pilot Projekt in Porz mit dem Familienbüro auf den Weg gebracht hat und den Projektmitarbeitern von Eurotürk e.V., Aachen, steht ein breites Netzwerk vor Ort den beiden Ablas Eva Erzurumluoglu und Filiz Baydar begleitend zur Verfügung. Die Sekretariatsmitarbeiterin des Familienbüros, Melitta Kleusener, hilft in der Administration und Koordination, die Sprachtherapeutin der Einrichtung Ulrike Müllender und Monika Koch, Dipl. Sozialpädagogin im Team der Kindertagesstätte, begleiten in Fragen des Spracherwerbs und bei pädagogischen Problemstellungen. Die sprachtherapeutische Praxis Gronaus und Lot aus Porz konnte ebenso zur Unterstützung des Projektes gewonnen werden. Die deutsch-türkische Sprachheilpädagogin Rana Gronaus und Carsten Lot werden die Ablas im Fortbildungsbereich sowie in der Fallberatung professionell unterstützen. Die Allerhand GmbH der Kölner Caritas, die Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder des Caritasverbandes für die Stadt Köln, die Porzer AOK und andere unterstützen das Projekt, welches zunächst bis Ende 2007 angedacht ist, ebenfalls.
"Ein wichtiges Ziel ist es, diese Möglichkeit der Tntegrations- und Spracherwerbshilfe zunächst einmal zu erproben und auch anderen Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen mit höherem Migrationsanteil vor zu stellen. Das Pilot Projekt, zunächst in einem Sozialraum mit geringerem Migrationsanteil, soll eine Überforderung aller Beteiligten vermeiden und überschaubare Bedingungen schaffen. Es soll sich zeigen, ob das Abla-Projekt Schule machen kann. Sehr wichtig ist uns auch, den Förderjobberinnen gute Qualifizierungsimpulse und Erfahrungen in einem verantwortungsvollen Aufgabengebiet für eine Zukunft auf dem ersten Arbeitsmarkt mit auf den Weg zu geben. Unsere Kindertagesstätte wird ihr Know-How in der Arbeit mit Migrantenkindern und deren Familien sicherlich stärken können", erläutert Guntram Müller, Leiter der Caritas-Kita, und des Familienbüros.
Weitere Informationen erteilt das Familienbüro der Caritas-Kindertagesstätte in der
Elisabethstr. 17, 51147 Köln
gerne persönlich oder unter Tel.: 02203/9259913 |